Facebook-Marketing in Verbindung mit Pokémon Go

Simon Mader: ein kreativer Facebook-Marketing-Manager

Kannst du dir vorstellen, dass sich allein mit kreativen Ideen auf Social-Media-Kanälen ein großes Medieninteresse entfachen lässt? Genau das hat Simon Mader zusammen mit AdBaker im Burgerladen „The Bird“ bewiesen. Weil vom Laden aus ein Pokéstop erreichbar ist, nutzten sie das deutschlandweite Erscheinen von Pokémon Go für eine Facebook-Kampagne: Sie veranstalteten einen Pokémon Go-Event bei „The Bird“ und statteten den Pokéstop mit Lockmodulen aus, wodurch alle Spieler einen Rabatt erhalten konnten.

Mit dieser Idee wurde ausgetestet, ob sich ein aktueller Hype mitnehmen lässt. Und bei der zweiten entsprechenden Aktion war das Interesse regelrecht explodiert: Nicht nur die Presse berichtete darüber, sondern auch die Fernsehsender RTL und PRO7. Bewusst hatte das Team rund um Simon Mader den umsatzschwächsten Tag gewählt – und der Erfolg war grandios: The Bird hat an diesem Tag nämlich den höchsten Umsatz in seiner Unternehmensgeschichte gemacht.

Woran könnte das gelegen haben?

Simon Mader denkt, dass dies vor allem an der Geschwindigkeit gelegen haben dürfte, mit der er und sein Team reagiert haben. Natürlich ist er damit auch ein gewisses Risiko eingegangen, weil er sich schließlich vor dem Kunden rechtfertigen musste.

Allerdings sieht er das auch genau als die Herausforderung in seinem Beruf an. Er empfindet den Job eher als kleinen Spielplatz, auf dem er sich nach Herzenslust austoben kann. Dabei sitzt Simon Mader bei AdBaker in einer Art Schlüsselfunktion. Denn seine Arbeit teilt sich auf in Networking – also das Finden neuer Geschäftspartner – und der Produktentwicklung. Jedoch versucht er, sich weitgehend aus dem operativen Geschäft herauszuhalten.

Ein eher untypischer Arbeitsplatz

Weil es sich bei AdBaker um keine gewöhnliche Agentur handelt, ist auch der Arbeitsplatz des Facebook Marketing Managers eher untypisch. So steht innerhalb des Teams das Ausprobieren im Vordergrund. Schließlich wollen die Mitarbeiter keine bekannten Wege gehen, sondern neue finden.

Ein Marketingmensch oder eher ein Manager?

Simon Mader sieht sich übrigens nicht als reinen Marketingmenschen, weil er selbst weiß, dass er es in einer Festanstellung nicht allzu lange aushalten würde. Der Grund dafür ist der Drang, immer wieder Neues ausprobieren zu wollen. Die besondere Herausforderung liegt für ihn darin, sich in spannende Projekte hineinzudenken, die Aktivitäten des Kunden zu analysieren und anschließend die Zielgruppe zu ermitteln. Das Besondere: Das komplette Team, vom Praktikanten bis zum Geschäftsführer, arbeitet auf Augenhöhe.

Die Vorgehensweise

Bevor AdBaker einen Auftrag annimmt, wird zunächst gründlich geprüft, ob die Chemie zwischen Agentur und Kunden stimmt. Sobald die wichtigen Fragen geklärt sind, wird abgecheckt, welche Ideen es gibt, wie der aktuelle Status Quo ist und welches Ziel erreicht werden soll. Erst dann werden entsprechende Vorschläge erstellt und in einem Testmonat können sich Kunde und Agentur gegenseitig besser kennenlernen, bevor über die weitere Zusammenarbeit gesprochen wird.

Die Tools, welche von Facebook zur Verfügung gestellt werden, nutzt Simon Mader übrigens meist gar nicht. Wenn er nicht mehr als 5.000 Euro pro Monat ausgeben will, nutzt er vielmehr AdEspresso. Diese App ermöglicht es, Anzeigen schnell zu erstellen und diese gut zu analysieren.

Der Weg zum Facebook-Manager

Simon Mader genießt den Vorteil, dass er als absoluter Quereinsteiger zum Facebook-Manager geworden ist. Er hat sich zunächst zum Kinderpfleger ausbilden lassen und anschließend eine weitere Ausbildung in einem Computerladen als Einzelhandelskaufmann absolviert. Hierbei hat er gelernt, dass er nicht nur gut verkaufen, sondern auch Softwareprobleme lösen und Marketingideen entwickeln kann. Zusätzlich hat er während der Ausbildung als Türsteher für eine Diskothek gearbeitet. Zwar hat diese Tätigkeit keinen fachlichen Bezug, jedoch hat sie ihm geholfen, sich gut in andere Menschen hineinzuversetzen. Während der Tätigkeit im Computerladen lernte er einen Kunden kennen, für den er auch privat arbeitete. Nachdem beide gut harmonierten, arbeiteten sie schließlich intensiver zusammen und es gelang, eine Fanpage auf Facebook mit rund 500.000 Fans aufzubauen.

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